SeniorInnen

Dem demografischen Wandel wird Rechnung getragen


Der demographische Wandel in unserem Land führt zu einem neuen Bevölkerungsaufbau. Bei steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate leben immer weniger junge Menschen und immer mehr alte Menschen gleichzeitig. Zudem hat das Alter als Lebensphase einen qualitativen Sprung erfahren.

Betrachtet man die große Gruppe älterer Menschen insgesamt, so dauert die nachberufliche Lebensphase heute sehr viel länger als noch vor einigen Jahrzehnten. Die erste Altersphase wird meist in guter Gesundheit erlebt, die Einschränkungen der mittleren Phase werden noch selbständig bewältigt, erst die Hochbetagten sind zunehmend auf Unterstützung angewiesen.

Es liegt in der Verantwortung älter werdender Menschen, soziale Vorsorge für das hohe Alter zu treffen.

Eine aktive Rolle kann jeder alte, auch hochbetagte Mensch übernehmen. Wer sich gemeinsam mit anderen für andere einsetzt, kann auf das geschaffene Netz vertrauen, wenn er selbst Hilfe benötigt.

Kirche und Gemeinden sind gefordert, den neuen Gegebenheiten Rechnung zu tragen und modifizierte Angebote in der Seniorenarbeit zu machen.

Gemeinden können unter anderem ...

  • älteren Menschen Gelegenheit geben, Neues zu erproben und bei der Gestaltung und Entwicklung der Seniorenarbeit verantwortlich mitzuwirken,
  • die eigene Aktivität älterer Menschen fördern,
  • den Aufbau von Netzwerken unterstützen, in denen Freundschaften
  • erlebt und „Wahlverwandtschaften" zur gemeinsamen Gestaltung und Verantwortung des Alltags aufgebaut werden können,
  • neben alterspezifischen auch generationsübergreifende Angebote schaffen,
  • der rapide wachsenden Zahl dementer Menschen ermöglichen, in den Gemeinden mit zu leben und pflegende Angehörige entlasten.